24 | Fliegen oder fallen? 🎬 Barbara Weber über ihre Langzeit-Doku zu Luisa und dem WBS
Shownotes
🎬 Mein heutiger Gast ist Barbara Weber, Dokumentarfilmerin aus München.
🎥 Sechs Jahre hat sie Luisa (heute 26) begleitet, eine junge Frau mit dem Williams-Beuren-Syndrom – vom ersten Arbeitsvertrag im Inklusionshotel bis zum Auszug aus dem Elternhaus in eine eigene Wohnung.
📺 Der daraus entstandene Film „Fliegen oder fallen? – Luisa und ihr Gendefekt" ist ab dem 29.09.2026 (18 Uhr) auf YouTube zu sehen [YouTube-Link folgt] und läuft am 15.10.26 um 22.45 Uhr in der WDR-Reihe „Menschen hautnah": https://www1.wdr.de/fernsehen/menschen-hautnah/sendungen/luisa-und-ihr-gendefekt100.html
Im 🎧 Gespräch erfährst du: Wie aus einem kurzen Fernsehbeitrag eine sechsjährige Langzeitdokumentation wurde
👩👧👧 Welche Rolle Luisas Mutter Daniela und ihre Schwestern Mara und Laila im Film spielen
⚖️ Wie sie beim Drehen mit Nähe und Distanz umgegangen ist, etwa in schwierigen Momenten wie einer Abmahnung im Job
🌍 Warum sie sich immer wieder gefragt hat, aus welcher Welt Luisa eigentlich kommt
🚧 Wo Inklusion in der Praxis an ihre Grenzen stößt – und warum das kein Grund ist, sie infrage zu stellen
💜 Was Barbara Weber von Luisa gelernt hat und warum die beiden heute Freundinnen sind
„Sie bringt Dinge ein, die wir eigentlich brauchen in unserer Welt: Herzenswärme, Verbundenheit, Liebesfähigkeit. Das sind kleine Perlen, die man achten und schätzen muss." – Barbara Weber
🎬 Mehr zu Barbara Weber und dem Film „Fliegen oder fallen? – Luisa und ihr Gendefekt"
📬 Kontakt zum WBS-Podcast und Prof. Dr. Ingolf Prosetzky: wbs-forschung@hszg.de oder podcast@w-b-s.de, instagram.com/ingolf_prosetzky
Transkript anzeigen
00:00:04: Mehr als freundlich.
00:00:07: Podcasts
00:00:08: zum Williams-Beuren-Syndrom mit Prof.
00:00:11: Ingolj Prosetski und spannenden Gästen und interessanten Geschichten
00:00:16: zum WBS.
00:00:22: Herzlich willkommen zu einer neuen Folge.
00:00:24: der Dokumentarfilm Fliegen oder Fallen, Luise und Egen-Defekt über den wir im Folgen entsprechen ist zeitgleich mit dieser Podcastfolge ab dem neunzehnzehnten September auf YouTube abrufbar.
00:00:37: Das klingt nach einem ausgeklügelten Plan, aber hat sich in der Tat zufällig so ergeben.
00:00:43: Die Link zu dem Film auf YouTube findest du in Shownote zur Folge.
00:00:48: Das Gespräch haben wir übrigens geführt bevor ich diesen Film sehen konnte.
00:00:54: Schaut euch den Film an, empfiehlt ihn weiter und gibt gerne auch Kommentare bei Youtube ab oder per Mail an die Filmmacherin Barbara Weber Podcast.
00:01:07: Jetzt viel Spaß beim Anhören!
00:01:09: Mein heutiger Gast ist Dokumentarfirmerin, sie lebt in München und ist Mutter von drei Töchtern.
00:01:16: Ihr neuester Film ist gerade erschienen Fliegen oder Fallen Luisa und ihr Gen-Defekt In der WDR Reihe Menschen haut nahe und auch online abrufbar auf YouTube.
00:01:27: Sie hat mehr als sechs Jahre die Luisa begleitet eine junge Frau die heute zwanzig Jahre alt ist und dass wir ins Bohren-Syndrom hat.
00:01:35: Und ich bin wirklich sehr neugierig, was du über deine Erfahrungen diesbezüglich berichten kannst.
00:01:41: Ganz herzlich willkommen Barbara Weber!
00:01:43: Vielen Dank!
00:01:44: Ich muss allerdings kleine Kultur vornehmen.
00:01:47: Luisa ist nach diesen sechs Jahren inzwischen sechsohnzwanzig.
00:01:50: wird sie jetzt im September?
00:01:52: Aber ja sonst ist alles richtig genau.
00:01:55: Ich frage meine Gäste zu Beginn immer nach einem Geräusch, weil es besonders typisch ist für Also für sich und vielleicht auch für deine Arbeit, kannst du da eins
00:02:08: machen?
00:02:08: Glaubt die Stille ist das passendste Geräusch für meine Arbeit.
00:02:12: Leise sein und gut zu hören – also nichts!
00:02:16: Nicht sagen, nichts tun sondern warten.
00:02:24: Ja danke und würde jetzt trotzdem diese Stille durchbrechen denn natürlich möchte ich viel von dir hören und würde dich ja erst mal fragen wollen Dokumentarfilmerinnen Wie wird man das eigentlich?
00:02:40: Wie bist du dazu
00:02:41: gekommen?".
00:02:42: Ja, das ist verschlungene Wege.
00:02:45: Also ich habe im Prinzip Journalismus studiert und gar nicht so sehr zunächst daran gedacht dass ich Dokumentarfilmerin werden könnte.
00:02:55: keine Ahnung warum Ich darüber nie nachgedacht hab auf eine Filmhochschule zu gehen sondern ich habe Journalismus Studiert Und noch parallel Soziologie habe mich immer für sozialpolitische Themen sehr interessiert und habe
00:03:08: dann
00:03:09: beruflich angefangen, bei einem öffentlich-rechtlichen Sender zu arbeiten.
00:03:13: Und im Laufe der Jahre dort bin ich irgendwann, hab' ich die Chance bekommen in einem dokumentarischen Format meine ersten Filme zu machen.
00:03:22: Das war für mich eine unglaubliche Befreiung und eine unglaublich schöne Erfahrung.
00:03:33: zu merken, dass mir das filmische Erzählen sehr liegt und ich hatte dann über Jahre eine feste Partnerschaft mit einem Kameramann, mit dem ich von Film zu Film mehr entwickelt habe.
00:03:44: Mehr Ausdrucksformen entwickelt hab.
00:03:47: Sehr viel beobachtend erzählt hab oft auch nicht im Raum war des Geschehens sondern sehr intime Augenblicke erzählen durfte indem wir uns ein Stück zurückgezogen haben Ich sehr lange teilweise mit den Menschen auch verbracht habe Zeit und sehr viel Verbindung aufgebaut hab.
00:04:05: Ja, es ist mein großes... meine große Erfüllung beruflich dokumentarisch zu arbeiten und in die Tiefe zu erzählen Und jemanden beim Leben zuzusehen.
00:04:15: Das war so mein Werdegang.
00:04:17: Was mich natürlich vor allem interessiert ist ein neuer Film, deren Zentrum die Luisa steht und ansonsten gibt's ja noch familiären Protagonistinnen, Daniela die Mutter und dann die beiden Schwestern von Luisa nämlich die Mara und Laila.
00:04:37: Ich würde mal so anfangen dass wir vielleicht kurz in eine Sequenz reinhören?
00:04:43: Ja gerne!
00:04:44: Sie hat grüne Augen relativ groß und fein geschwungen.
00:04:49: das sieht aus wenn sie dann keine Ahnung erschrocken guckt oder sowas ich höre schon wieder ein Specht.
00:04:57: Manchmal würde ich voll gern wissen, was so in ihrem Kopf vorgeht.
00:04:59: Weil es scheint ziemlich spannend zu sein irgendwie.
00:05:03: Die Luisa ist mal da und mal nicht da.
00:05:05: Sie kommt und sie geht.
00:05:07: Wo ist sie denn?
00:05:09: Und bevor man sie erfassen kann, ist sie schon wieder weg oder wandelt sich... ...oder geht fließend in so eine Reflexion über.
00:05:16: Gibt's Zeiten, da vergesse ich das auch total, dass ich sowas habe.
00:05:22: Nächste Mal oberhausen, wandeln des Tellmutalleblöms!
00:05:27: Man platzt fast vor Stolz und Vorfreude.
00:05:30: Jetzt ist es wirklich der allererste Arbeitsortrag, oh mein Gott!
00:05:36: Bei uns in einer Gastronomie wird man das nicht einfach so
00:05:40: hin, sondern
00:05:40: man zieht es runter bis zum Rand.
00:05:44: Dann schauen wir mal, dass das auf Sexur steht, weil dann kann ich mich messen auch mit den Händchen.
00:05:50: Ich kann's sogar mit gelinden Hand.
00:05:52: Das hab' ich erst gelernt.
00:05:55: Ich habe das Williams-Beuren-Syndrom.
00:05:57: Das habe ich seit Geburt an, man hat es aber sehr spät gemerkt.
00:06:03: Hinten soll aber kein Wettlauf sein hier!
00:06:07: Wenn ich alleine schicht
00:06:08: hab da merke ich halt dass
00:06:09: ich auch so wahnsinnig
00:06:11: krass erschöpft bin einfach.
00:06:14: Es ist sehr, sehr anstrengend körperlich auch und auch
00:06:20: für meinen Kopf.
00:06:23: Ja, die erste Frage ist mal wie bist du überhaupt auf diese Idee gekommen?
00:06:27: Also ich habe die Luisa kennengelernt im Zusammenhang mit einem kurzen Beitrag.
00:06:32: Ich hab da was gemacht für die Sternestunden.
00:06:34: das ist eine Benefizaktion oder Bayerische Rundfunk auch geteiligt ist in dem er Spenden akquiriert und es sind... Da ist immer so ne Gala am Dezember und im Zuge dieser Gala Habe ich die Louisa in der Corona-Pandemie auf dem Gipfel noch mit Maske und so weiter kennengelernt, weil die Sternsstunden hatten das Hotel Eins mehr unterstützt.
00:06:56: Und genau diese Ausbildung für junge Menschen mit einer Beeinträchtigung, die dort in diesem Inklusion Hotel arbeiten.
00:07:04: Dann gab es einen Vorgespräch, da war ein junger Mann mit Downsyndromen Und wir haben uns unterhalten mit der Sozialpädagogin, die auch die beiden so ein bisschen vorbereitet hat auf die Berufstätigkeit.
00:07:18: Da war sofort schlagartig bei mir klar, dass ich sie einfach total faszinierend finde und wahnsinnig gerne den Beitrag mit ihr machen möchte.
00:07:29: So ging das los!
00:07:30: Dann haben wir im November gedreht.
00:07:33: Wir haben uns getroffen und haben mit ihr auch Interviews geführt und sie hat dort eben gearbeitet im Hotel Und ich war völlig fasziniert von ihrer Art, Gefühle zu beschreiben.
00:07:47: Zu durchleben.
00:07:48: Sie hat damals über ihre Mutter erzählt wie dankbar sie ist dass ihre Mutter sie unterstützt hat bis dahin und sie war wahnsinnig stolz jetzt auf dem ersten Arbeitsmarkt zu arbeiten.
00:07:59: und dieser Tag mit ihr der war einfach hinreißend also so bezaubernd und so herzerwärmend auch.
00:08:07: Dann kam sie auch zur Sendung und da hatten wir, weil eben Corona war so in einem kleinen Studio saßen wir.
00:08:14: Und da waren nur die Leute geladen, die überhaupt in der Sendung in den Projekten dabei waren.
00:08:20: Ich erinnere mich noch, Luisa saß auf dem Stuhl und ist ja relativ klein und ihre Beine baumelten so in der Luft.
00:08:26: Das war ein kleines Studio.
00:08:29: Da liefen die Filme man konnte alles sehen und hat diesen Raum erfüllt mit ihrer... Mit ihrer freien Art, Dinge zu erleben.
00:08:38: Sie hat gelacht geklatscht!
00:08:40: Also sie war so mitreißend dass diese teilweise etwas steifen Projektmenschen auch schmunzeln lachen, mithiebern mussten.
00:08:49: auf einmal war der Raum erfüllt und zu einer ganz warmen frischen Energie und es waren einfach schöne Begegnungen.
00:08:58: Wo bei mir einfach im Nachgang war mir klar, dass das eigentlich nicht zu Ende sein kann.
00:09:03: Sondern dass ich wahnsinnig gerne noch mal mit ihr was längeres machen würde und auch wahnsinnigt gern erleben würde wie sie sich schlägt im Hotel, wie gut sie klarkommt ob sie das meistern kann, ob sie da drin bleibt.
00:09:15: Das war der Beginn sozusagen das Ganzen.
00:09:18: Wenn ich es richtig verstanden habe bist du nicht mit der Idee reingegangen Du machst jetzt eine Langzeit-Dokumentation sondern die hat sich ergeben aus dieser Begegnung Lust gewachsen.
00:09:29: Und hattest du da schon einen Vorstand?
00:09:31: Du hast ja sechs Jahre gedreht, warst sechs Jahre dran.
00:09:36: Hattest das schon eine Vorstellung, dass es so lange dauern würde?
00:09:39: Also ich sage jetzt so lange weil für mich hört sich's sechs Jahre sehr lang an.
00:09:42: Ja, das habe ich natürlich nicht gedacht, dass ist so lange dauern würde.
00:09:47: Man kann fast gar nicht so ein Film anfangen wenn man sich so ne Dauer vornimmt Weil es einfach auch schief gehen kann.
00:09:54: also kann sein dass man da jetzt Zeit hinein steckt manchmal auch Geld und nicht weiß, ob es überhaupt je irgendwo platziert werden kann.
00:10:02: Nein ich habe nie darüber nachgedacht wie langs dauert sondern ich hab immer gewusst dass ich diesen Film unbedingt machen
00:10:08: muss.".
00:10:09: Du hast gesagt vorhin Projekten Menschen die da nicht ganz so humorvoll sind oder sich haben anstecken.
00:10:15: Also wie kann ich mir das vorstellen?
00:10:18: Ich hab eine Filmedie und die will ich gerne umsetzen und guckt euch jetzt an oder wie kamst du
00:10:23: dazu?".
00:10:24: Also auf dem Papier hat es überhaupt nicht geklappt.
00:10:27: Ich wurde da überall gleich irgendwie abgelehnt und alle haben gesagt, ja nee Filme über Behinderung hatten wir schon.
00:10:34: Ne interessiert uns nicht.
00:10:36: Haben jetzt gerade was gemacht über Down-Syndrom.
00:10:38: also das sind so die üblichen Absagen die man kriegt im System.
00:10:41: Und ich habe dann einfach trotzdem angefangen das festzuhalten was war und angefangen zu drehen zunächst mit einem Kameramann der Rückstellung gegangen ist und im Prinzip mit mir umsonst gedreht hat.
00:10:53: Wir haben beide unsere Zeit da reingesteckt, ich habe halt die Hotelübernachtung, Benzingfassen usw.
00:10:59: bezahlt.
00:11:00: aber das ging auch nur so ein Jahr in dem wir mehrere Drehs gemacht haben sie auch im Hotel begleitet haben und dann war eine Lücke weil dieser Kammermann ausgestiegen ist und dann hab' ich in dreiundzwanzig nochmal Ich habe einen Anlauf gemacht und mir einen sehr guten Kameramann gesucht, mit Tonmann.
00:11:20: Und ich hab die bezahlt und einen Teaser produziert also an den.
00:11:24: Ich wollte einen Trailer machen weil sich auch keiner so richtig vorstellen konnte was ich da eigentlich erzählen will was das Besondere daran ist oder so.
00:11:33: Dann habe ich das gemacht, habe da Geld in die Hand genommen und dann auch geschnitten.
00:11:38: Mit diesem Teaser bin hausieren gegangen und habe versucht Partner zu finden.
00:11:45: Hatte es beim ZDF auch probiert, bei siebenunddreißig Grad dem gesagt super spannendes Projekt also.
00:11:51: auf dem Papier wäre ich abgelehnt gewesen.
00:11:53: der Film hat aber doch gezeigt mit dem Teaser was meine Intention dabei ist und das ZDf da passte es nicht in die Insformat.
00:12:02: Das ist so die Problematik die man heute im Dokumentarfilm hat.
00:12:06: Und dann hab' ich's noch bei Menschen hautnahe probierten mit einer Produktionsfirma gemeinsam.
00:12:11: Die haben dann gesagt, dass sie es super interessant finden und das sie gerne realisieren würden.
00:12:16: Und sich auch die Zeit nehmen noch ein bisschen länger dran zu bleiben.
00:12:20: So ist das entstanden genau!
00:12:22: Du hast Ihnen gesagt, deine Intention... Was war deine Intension?
00:12:28: Kannst du da nochmal ein bisschen näher beschreiben was das war, was dich da so gepackt hat?
00:12:33: Was wolltest du erzählen?
00:12:35: Also ich erlebte Luisa als wahnsinnig Aus sich heraus ursprünglichen Menschen, mit irrsinnig viel Liebe in sich auch.
00:12:46: So eine Gabe auch wie so ein Sonnenschein die bringt Licht in Dinge, die bringt was ganz Freies frisches sehr lebendiges hinein das viele Erwachsene gar nicht mehr leben können wenn sie in den Strukturen unserer sozialen regeln sind.
00:13:04: und mich hat es irrsimmig fasziniert Und ich habe mich natürlich dann auch mit dem Williams-Beuern-Syndrom ein bisschen beschäftigt und mit ihrer Mutter auch viel darüber gesprochen.
00:13:14: Ich bin eigentlich immer der Frage nachgegangen, aus welcher Welt kommt Luisa?
00:13:18: Dass sie so sein kann wie sie ist.
00:13:21: und wie kommt sie in unserer Welt klar?
00:13:24: Diese alte Begrifflichkeit Elfengesichter was ja eine visuelle Zuschreibung ist, altes Wort das ja auch ein Stück weit eine Bewertung ist auf Äußerlichkeit reduzieren.
00:13:36: Und trotzdem habe ich in ihr auch immer so jemanden gesehen, ihre Mutter hat das immer so beschrieben als die war gerne im Wald.
00:13:44: Sie war mal gern mitten im Wald drinnen und sie hatte immer dieser geringe Muskeltonus ist halt auch irgendwie ja, die kommt vielleicht aus einer ganz weichen Welt wo nicht so viele Widerstände sind.
00:13:56: und diese Idee dem nachzugehen, woher ist sie?
00:14:01: Woher kommt ihre Wesenshaftigkeit.
00:14:03: Was ist es in ihr und an ihr?
00:14:06: Und diese Schönheit in unserer Welt die manchmal so hart ist, so wenig gefühlig, so wenige verbinden.
00:14:14: das fand ich eine totale Bereicherung und dachte mir wenn wir einen Film über sie machen kann ich irgendwie etwas sichtbar machen was wir alle, wonach wir uns alle sehen alle so um zu Schwerton im Alltag leben zu dürfen, weil es eigentlich nicht den klaren Regeln entspricht wie wir im Erwachsenenalter zu sein haben.
00:14:34: Und das war ein großer Motto für mich diesen Film zu machen.
00:14:38: Vielleicht so viel können wir ja schon erzählen?
00:14:43: Zu die Inhalten des Films... Es geht ja also ein großes Thema ist Selbstständig werden auch Übergang Schule vom Beruf und das hast du ja eingangs erwähnt, dass du sie ja über dieses Inklusionshotel kennengelernt hast.
00:14:59: Vielleicht kannst du ja da so ein paar Sequenzen beschreiben was dir aufgefallen ist.
00:15:04: also zum einen wo sie eben ihre Art einbringt wo sie andere vielleicht begeistert wie sie dich auch begeisterd hat und auf der anderen Seite aber ihr auch Schwierigkeiten habt mit dieser was gesagt mit den Regeln fallen dir da so ein paar Szenen oder Sequenzen ein, an denen du festmachen könntest?
00:15:24: Naja sie ist natürlich exzellent im Umgang mit Gästen.
00:15:27: Sie macht ja Service entweder Frühschicht oder abends.
00:15:31: dann, das heißt sie oft allein also mit den Gästens kann sie es verbindlich die Leute kommen mit ihr ins Gespräch sie ist in Prinzip eine Vorzeige Mitarbeiterin im Inklusionshotel.
00:15:42: und gleichzeitig Tut sie sich natürlich wahnsinnig schwer, wenn die Schichten länger dauern.
00:15:49: Wenn ihre Konzentration nachlässt, wenn sie erschöpft und müde ist, wenn Sie nicht mehr kann.
00:15:54: Und da passieren ja auch Dinge, die gar nicht gehen im Hotel.
00:15:59: Also sie vergisst dann jemanden zu bedienen, weil es ihr unangenehm ist, schiebt das auf eine Kollegin... macht dann so kleine Wendungen und Drehungen, um daraus zu kommen aus dieser unangenehmen Situation.
00:16:13: Und da gab es schon einige schwierige Momente auch im Hotel.
00:16:17: Sie hat oft Probleme am Abend wenn sie Spätschicht hat.
00:16:20: Da ist wenig Betrieb, sie ist dann viel allein.
00:16:24: Da kommt's dann schon mal vor dass sie am Ende der Schicht, wenn noch jemand spät kommt und irgendwas trinken will sagt, ich räume jetzt schon auf.
00:16:33: Ich kann jetzt nichts mehr
00:16:35: bedienen.".
00:16:36: Und es kommt halt dann raus und dann gibt's natürlich Ärger.
00:16:40: also ist ja klar... Dann hat sie manchmal eben schafft sich das auch nicht weil zu viel Druck und Stress da ist dass sie für den nächsten Morgen wieder eindeckt.
00:16:47: Also es sind so viele kleine Dinge wo man einfach merkt innerhalb von der Schicht wie ihr durch die Beeinträchtigung sehr schwer fällt diese Konzentration zu halten, auch Dinge die sie schon mal konnte.
00:17:00: Kann sich dann auf einmal nicht an bestimmten Tagen und diese mangelnde Konstanz das bereitet ihr natürlich im Job mit Kollegen immer mal wieder Schwierigkeiten?
00:17:11: Aber das Gewinn nennt an ihr eben diese verbindliche, diese freundliche, einfach zugewandte Art.
00:17:18: da mögen Sie dann alle gerne aber ja!
00:17:21: Es gibt Schwierigkeiten.
00:17:23: Eines der Hauptthemen ist im Verlauf des Films auch rausgekommen, die Motivation immer wieder aufzubringen.
00:17:30: Warum mache ich das?
00:17:31: Was bedeutet mir das?
00:17:33: Und was muss ich dafür
00:17:34: tun?".
00:17:34: Das ist einfach schwer für sie und wenn der Druck zu groß wird dann kommt sie irgendwann in so eine Haltung wo sie sagt ja eigentlich will ich ja ganz etwas anderes machen.
00:17:43: Da ist im Film auch klar gegen Ende dass die Familie ihr auch sagt... Du musst deine Aufgaben mal ledigen und selbst wenn du wechseln wollen würdest, musst du ordentlich aus dem Ganzen rauskommen.
00:17:54: Und nicht irgendwie möglicherweise gekündigt werden weil du Mist gebaut
00:17:58: hast.".
00:17:59: Also sie ist da schon sehr unter Druck und gefordert... ...und das ist nicht einfach für Sie zu leben!
00:18:07: Weil es ja ein permanentes Gefühl ist von Es fehlt was Ich mach was falsch ich kann's nicht.
00:18:15: Das war im Prinzip auch die Reise in Sowellen Faszination, man sieht dann ihre Probleme die sie hat.
00:18:25: Die Schwierigkeit Konstanz zu leben diese Absenteur uns manchmal auch diesen ich habe keinen Bock dann tue ich auch nichts geht natürlich auch nicht in einem festen Job auf dem ersten Arbeitsmarkt sich dann ein bisschen rauswinden mit kleinen Mogulein oder die Wahrheit so ein bisschen verdrehen auch nicht bös gemeint mit schlechten Hintergedanken, aber halt so als kleiner Ausweg aus einer brenzligen Situation.
00:18:56: Und sie hat natürlich eine Familie die sich da schonungslos konfrontiert damit.
00:19:01: also die gehen extrem ehrlich mit ihr um und das ist natürlich einerseits toll weil sie immer ne Rückkopplung kriegt und andererseits manchmal auch frustrierend weil sie halt viel Kritik bekommt.
00:19:17: Aber es hat sich jetzt seit Ende der Dreharbeiten noch mal sehr viel verändert und ich glaube, sie ist jetzt sehr erwachsen geworden auch.
00:19:25: Was ich so von der Mutter höre, ganz spannend zu sehen wie bestimmte Entwicklungen bei ihr gewirkt haben.
00:19:31: Jetzt mit sechsundzwanzig, glaube ich, ist sie ziemlich erwachsen geboren.
00:19:37: Deswegen bin wir in der Zahl durcheinander gekommen, zwanzig war sie als du begonnen hast mit dem?
00:19:41: Genau!
00:19:43: Wie kann man, oder wie kann ich mir vorstellen... Wie bist du da ran gegangen beim Film?
00:19:49: Da geht es ja natürlich auch viel um, naja, um Distanz und Nähe.
00:19:55: Welche Szenen geht man ein?
00:19:58: Wann bleibt man noch drauf oder zeigt man da Konflikte?
00:20:01: Kannst du da vielleicht so'n bisschen erzählen wie du vorgegangen bist?
00:20:06: Ja also am Anfang hat man gemerkt das fängt an mit einer kleinen Szene wo sie den Milchbehälter von der Kaffeemaschine umfüllen muss und sie ist ja keine kleine Person.
00:20:16: Und dann steht sie auf dem Träppchen und versucht es, um zu füllen und verschüttet am Anfang halt die Hälfte, weil's einfach auch für Sie natürlich von der Dimension her ein Kraftakt ist.
00:20:27: oder das Zusammenbauen oder auseinanderbauen in der Kaffeemaschine einzelne Teile wieder reinstecken.
00:20:34: Es ist für Sie eine Herausforderung!
00:20:36: Oder eben Dinge aufräumen.
00:20:37: Da muss sie auf ein Träppchen klettern.
00:20:40: und diese Dinge haben wir natürlich, indem wir einfach da waren und beobachtet haben erlebt.
00:20:46: Vieles was dann Konflikte anbelangt, haben wir in gesetzten Interviews gemacht wo wir noch mal retrospektiv darüber gesprochen haben.
00:20:54: Es gibt am Ende auch ein sehr gutes Interview wo ihre Mutter ihr nochmal gemeinsam sich unterhalten ist also gar nicht so ein Interview wo sie zu mir spricht sondern wo sie sich gemeinsam unterhalten über ein Problem im Hotel, wo sie auch eine Abmahnung bekommen hat und ihr die Mutter das nochmal klar macht wie es eigentlich war.
00:21:19: Und das ist etwas was ich auch immer mal wieder erlebt habe.
00:21:24: also dieses Einordnen von Dingen realistisch einordnen Das ist auch manchmal für Sie nicht einfach Und da ist ihre Mutter sehr stark immer an ihrer Seite und versucht ihr das einfach klarzumachen.
00:21:39: Da gibt es einen ganz interessanten Part ziemlich am Ende des Films, wo es auch um die Frage geht, wann wende ich Motivation auf?
00:21:48: Wann streng ich mich an für etwas?
00:21:51: Und wann lasse ich mich dann ablenken und mach lieber was ganz anderes... Scrawl ein bisschen am Handy rum und lassen meinen Saustall im Zimmer einfach Saustall sein.
00:22:02: Und räumen nicht auf, lasse die alten Äpfel und verfolgen Birnen irgendwo rumliegen weil ich jetzt gerade spannender finde irgendwas Angenehmes zu machen.
00:22:12: so also so ein bisschen übertrieben aber in die Richtung.
00:22:16: und das ganz spannend am Film.
00:22:18: was immer ein Geschenk ist filmemacherisch wenn sich Menschen vor laufender Kamera miteinander austauschen.
00:22:26: Da kriegt das Ganze eine sehr große Nähe und Intimität, man taucht da wirklich ein in diese Welt dieser beiden Menschen an.
00:22:35: Und es ist ein Geschenk für einen Film weil es nicht mehr diskriptiv ist sondern erlebbar wird.
00:22:41: Du hast dann irgendwann bei den Eltern oder der Mutter an der Tür geklingelt und sie sagt ich würde gerne hier auch ein paar Filme sehen drin.
00:22:48: Also einerseits wie war das mit dem Dreh?
00:22:51: Und andererseits in der Auswahl des Szenen.
00:22:55: Was sind denn da so deine Kriterien?
00:22:57: oder was war da dein Gespür, wo du sagst?
00:22:59: Das ist jetzt total interessant.
00:23:01: Da lass ich Sie erzählen aber da ist jetzt so ein Raum... Ja das möchte ich jetzt auch nicht weiter reingehen.
00:23:06: also ich hoffe du verstehst eine Frage oder die Intention!
00:23:10: Ich habe mir den Film ja extra heute vorher noch mal angeguckt damit ich nochmal so reinspüre.
00:23:16: Ich hatte ihn jetzt länger nicht gesehen.
00:23:18: Es ist ne Wahnsinn je nähe da Die erst entstehen konnte weil diese Familie mir einfach wahnsinnig viel Vertrauen entgegen gebracht hat.
00:23:28: Und es ist eine Gratwanderung, einen intimen Raum nicht zu sehr zu strapazieren sondern ein gesundes Maß zu halten.
00:23:40: aber die Reise die wir mit ihr machen ist schon gewaltig im Sinne von was wir alles erleben durften auch an Scheitern und gelungenen Dingen.
00:23:54: Einfach zu allen in der Familie, das ist ja so ein Frauenhaushalt.
00:23:58: Vier Frauen ganz starke Frauen alle mit einer großen Individualität aber auch einem großen Zusammenhalt.
00:24:06: und die Mutter hat immer zu mir gesagt sie empfindet die Gespräche wie eine Art Therapie was natürlich nicht meine Aufgabe ist ich bin keine Therapeutin Ich bin Filmemacherin.
00:24:17: Aber dass darüber sprechen Der Austausch Sie hat gemeint es ist für sie irgendwie befreiend Es tut ihr gut.
00:24:25: Sie hat auch wirklich aus frühen Zeiten, was wir gar nicht im Film drinnen haben diese Anfangszeit als Luisa nachts nicht schlafen konnte, diese Schwierigkeiten die sie hatte.
00:24:35: und aber insgesamt hat Daniela, die Mutter von Luisa alle drei Mädchen in einer Weise als Mutter begleitet, die für jeden in seiner Individualität unglaubliche Räume eröffnet hat Und dabei ist gleichzeitig ein großer Gemeinsinn entstanden.
00:24:54: Man sagt sich trotzdem auch sehr viel in ehrliches und die Wahrheit, man ist sehr ehrlich teilweise schonungslos miteinander aber immer auf eine liebevolle Art, immer in einer zugewandten Art.
00:25:06: Dadurch waren viele Beobachtungen möglich.
00:25:09: wie habe ich die Szenen ausgesucht?
00:25:12: Es war mal abhängig wann wir wieder drehen.
00:25:14: Ich hab immer so bisschen reingehocht was passiert gerade Wie geht es euch gerade?
00:25:17: Was ist gerade spannend?
00:25:19: Und so ergab sich dann im Prinzip ein regelmäßiges Immer mal sehen.
00:25:24: Wir haben bestimmte Szenen rausgesucht, die einfach wo wir wussten sie sind spannend da ergibt sich was tolles.
00:25:31: Da habe ich Familie auch, lebe Familie und und zwar hat sich das so eins ans andere gefügt und wuchs so langsam.
00:25:38: Das war aber nicht so dass wir einmal im Vierteljahr hinfuhren oder so sondern mal waren wir zwei Tage da Mal kam nur einen Tag.
00:25:47: Ja, man ist irrsinnig nah zusammengewachsen und auch der Kameramann und der Tonmann.
00:25:52: Es war eine ganz wichtige Verbindung, die da entstanden ist und sie haben sich einfach irgendwann wahnsinnig wohl mit uns gefühlt.
00:25:59: Und da kam wirklich auch sein Gespräch nicht drin, das ich persönlich sehr mochte weil wir es zeitlich nicht untergebracht haben wo sie wirklich total... Im Augenblick ein Thema hatten und so ehrlich besprochen haben, und so war es eigentlich die ganze Zeit.
00:26:16: Und natürlich haben die gesetzten Interviews auch geholfen also wirklich sich nochmal hinzusetzen und zu sagen wo stehst du gerade wie geht's dir?
00:26:23: Zu wissen aber was grade war und läuft welche Schwierigkeiten gerade da sind oder welche schönen Dinge gerade da ist.
00:26:31: Ja irgendwann gab sich dann ein Bild und irgendwann war der Zeitpunkt da wo wir gesagt haben jetzt Können wir aufhören?
00:26:39: Jetzt sind wir durch.
00:26:40: Wir haben jetzt einen Zeitpunkt erreicht, wo wir einen langen Bogen hatten und ja das war im Februar diesen Jahres und dann haben wir ihn fertig geschnitten.
00:26:50: und insgeheim hoffe ich natürlich schon noch mal dass es einen zweiten Teich vielleicht gibt weil's Leben geht weiter, du Isas Leben geht weiter.
00:26:59: hat sich jetzt schon wieder manches getan?
00:27:02: Oder dass es uns gelingt noch mal die Sachen, die wir gerade nicht reinschneiden konnten durch die zeitliche Begrenzung.
00:27:07: Dass wir nochmal eine Langfassung machen können genau
00:27:10: Und was haben die drei dann bzw.
00:27:14: die vier ja gesagt als sie den Film gesehen haben?
00:27:18: Ja das war sehr bewegend.
00:27:23: Also Lisa musste zwischendurch weinen aber sie auch sehr sehr bewegt war.
00:27:30: und ja die haben gesagt so ist es So sind wir So ist es unser Leben.
00:27:39: Also war sehr berührend und ich hab ihnen ja extra den Film auch gezeigt, weil ich ... Auch natürlich wollte dass sie gut damit sein können und er nicht zu nah in ihr System reingeht oder etwas nach außen trinkt was die nicht zeigen möchten.
00:27:54: aber das war gut.
00:27:55: Und Luisa ist
00:27:57: ...
00:27:58: Die war ja.
00:27:59: am Anfang haben Sie mir auch im Hotel immer gesagt Es sind so Kulissen Tage Weil wenn wir da waren dann ist sie total Die Schauspielerin im Hotel und alle anderen ziehen die Augen hoch.
00:28:11: Und sind genervt, weil sie halt dann so ein bisschen da erlöhnen hatte.
00:28:16: Dann habe ich sie irgendwann mal zur Seite genommen und hab gesagt Lisa das ist nicht Sinn des Films und darum geht es mir auch nicht.
00:28:24: Du musst du sein und zeigen wer du bist und klar freust du dich dass wir dir einen Film widmen.
00:28:30: Das ist für sich schon toll sich selber zu erleben zu erfahren wie sie wirkt.
00:28:37: und wir haben auch ein experiment gemacht im film, um noch mal ein bisschen näherzukommen auf eine abstrakteren Ebene.
00:28:46: Wir haben am letzten drehtag mit schwarzem Molton alles dunkel gemacht und nur Licht auf ihr Gesicht gegeben und haben Sie mit bestimmten Themen konfrontiert und gebeten wie so ein interview ohne Borte nur mimisch zu reagieren.
00:28:59: und das sind im Film sehr starke Momente wo man Also das hat was Schauspielern, aber es hat auch etwas sehr echtes.
00:29:09: Aber im langen Verlauf hat sich das verloren mit dem... Ich mache jetzt einen Film über mich und ich bin jetzt ein Teil eines großen Films!
00:29:19: Und über mich, Luisa gibt es einen Film, das war dann einfach nach den ersten Tagen und Dries weg und sie war sehr bei sich und auch wahnsinnig offen.
00:29:32: Und wenn ich mir den Film heute so noch mal vor Augen führe, habe ich schon auch manchmal das Mitgefühl für sie.
00:29:40: Weil sie einfach durch ihre Beeinträchtigung diese Grenzen hat, die manchmal so Aua machen, so schmerzhaft sind für sie sowieso wie ein Fels vor ihr, den sie nicht überwinden kann und wo sie immer wieder Mühe hat, weiterzukommen in ihrer Entwicklung dass gar nicht oft nicht so benennen kann.
00:30:01: Man empfindet dann auch, wo ansonsten ich viel Mitgefühl mit ihr, wenn sie an diese Grenzen stößt und nicht so richtig weiß wie sie das jetzt meistern soll?
00:30:10: Und es fand ich sehr, also finde ich sehr berührend auch am ihr, dass Sie selbst in diesen Momenten beim Filmen bei sich ist und ehrlich isst und selbst darüber dann spricht und sichtbar macht was Ihre Gedanken sind!
00:30:25: Das fand mich sehr bewegend.
00:30:27: und auch im Film Weil hinten kommt schon noch mal ein bisschen dicke, was die Arbeit auch anbelangt.
00:30:32: Und als ich ihn heute gesehen habe, hab' ich mir schon gedacht ... Ja!
00:30:36: Es ist schon auch mutig von ihr sich so zeigen zu können und es zuzulassen dass wir diese Momente ja auch zeigen dürfen im Film.
00:30:47: Und gleichzeitig finde ich sind sie auch so wichtig um klar zu machen wie schwer das auch ist Inklusion Wie schwer es ist, dass jemand der eine Besonderheit hat in unser klassisches Modell hineingedrückt wird.
00:31:04: Es funktioniert einfach in der Form nicht, weil jeder Mensch mit einer Beeinträchtigung besondere Gaben hat und anderes fehlt.
00:31:11: Und durch diese Reise, die wir mit ihr machen, sieht man diese Grenzen auch.
00:31:15: Man sieht aber auch wie sie will über diese Grenze hinauswachsen.
00:31:20: Sie möchte sich erweitern – das finde ich sehr berührend und wichtig mal sichtbar zu machen!
00:31:29: Wie schwer Inklusion in Wahrheit auch ist und wie viele Hürden es gibt.
00:31:34: Und, wie schwer es auch für den Menschen ist der Betroffenen ist und diese Beeinträchtigung hat überhaupt mit diesen Hürde und mit diesen Schwierigkeiten die er hat umzugehen und wie wenig Geduld die Gesellschaft aufhat.
00:31:46: Oft hat man Menschen die was haben das abzuwarten oder eine Entwicklung möglich zu machen oder den Menschen in den Grenzen die ihr habt zu integrieren.
00:31:58: Ja, also was du sagst spricht mir Oster Seele und ich würde sagen durchaus mehr Herzen.
00:32:07: Denn nach meiner Einschätzung ist ja genau das so ein wichtiger Problem nämlich wie wir über Inklusion reden oder diese Themen behandeln.
00:32:16: denn aus meiner Erfahrung gibt es ja einfach große Widersprüche Und einer dieser Widersprüche ist die Diskrepanz, zwischen dem was eigentlich sein sollte.
00:32:27: Also was so ein Idealzustand wäre und wie die Wirklichkeit ist.
00:32:33: Ich erlebe das sowohl im Kontext jetzt von Tagung also vom wissenschaftlichen Austausch aber natürlich auch in der Praxis dass man ja so die Realität jetzt eigentlich nicht mehr so gerne anspricht oder sieht, weil man das, was man da sieht als unheimlich empfindet.
00:32:51: Oder so nicht haben will und fängt dann schon damit an dass man bestimmte Sachen so nicht mehr ansprechen kann.
00:33:00: Stiefort der Begriff Behinderung, Geistbehinderungen.
00:33:04: inwiefern ist das dann diskriminierend?
00:33:09: Natürlich ist es für die Betroffenen schon verletzend Ja, damit erst mal umgehen müssen.
00:33:18: Sie sagen mein Kind ist ja eigentlich nicht behindert und sind sonst die anderen... Aber das Problem ist es sein Nicht gelöst.
00:33:28: wenn ich sage sie sind jetzt beeinträchtigt nur oder ich will mich in Schulen sagt man wir wollen jetzt fühlen uns besser und diskreditieren oder diskriminieren die Kinder nicht mehr an.
00:33:42: Sagen statt Geist der Behinderung, besser geist die Entwicklung.
00:33:46: Oder alle Menschen sind verschieden oder alle haben Unterstützungsbedarf.
00:33:54: Die Schwierigkeiten sind ja dann auf einer anderen Ebene aus meiner Sicht oder auf einer tieferen Ebene weil nicht ausreich zu sagen alle sind verschiedener und wir wollen Verschiedenheit sondern Herausforderungen... Ja, in der konkreten Praxis sie stellt werden und zu lösen sind.
00:34:13: Und ja... Also für mich ist das so ein größeres Thema dass man versucht weniger zu moralisieren sondern genau das tut was du hier auch beschreibst nämlich den Wege zu finden die Sachen so anzusprechen wie sie sind.
00:34:30: weil sprich dir jetzt nicht gegen Inklusion sondern sich damit auseinander zu setzen wo Wo sind die Grenzen, sich bewusst zu machen an die man stürzt?
00:34:42: Und das sind ja auch die eigenen.
00:34:44: Wenn ich jetzt am Mitarbeiter denke im Wohnbereich, dass es wirklich schon einiges abverlangt, wenn ich genau an diese Wunnenpunkte komme, sowohl wenn ich mich einlasse auf mein Gegenüber als auch wenn ich selber so oft merke, dass bestimmte Dinge, die mir wünsche in der Praxis oder meine Arbeitsstelle einfach nicht soweit.
00:35:06: oder nicht ohne weiteres umzusetzen sind.
00:35:08: Da brauchst du natürlich auch Ressourcen.
00:35:11: und dann auf der anderen Seite zu sagen, die Strukturen müssen sich an die Menschen anpassen.
00:35:16: Das hört man sehr häufig in Klison bedeutet.
00:35:24: Die Strukture sollen sich anpassen und das geht natürlich auch im Kontext von Kita und vielleicht Grundschulen dann noch leichter.
00:35:31: Aber da, wo es eben an der Thema Arbeits- oder Arbeitsbeltung, dann wird's schwierig.
00:35:37: Und da gibt's natürlich den Wunsch trotzdem geschützte Strukturen zu haben und wir haben hier schützte Räume, wir haben ein Sonderschulsystem, Wir haben Werkstätten und die haben große Schattenseiten und diese Sonderinstitutionen und je nach Zurecht kritisiert.
00:35:53: aber es gibt natürlich auch gesellschaftliche Anforderungen die an alle gestellt werden, wo dann keine Schutzräume gibt.
00:36:01: Und wenn man eben raus will aus diesen Sondereinrichtungen oder... Dann trifft man eben auf diese und diese Anforderung muss man eben bestimmt auch erfüllen um einen Arbeitsplatz zu bekommen.
00:36:15: da hatte ich ja unlängst schon mein Podcast so diesem Thema.
00:36:19: Naja man darf auch nicht vergessen das Hotel hat ja finanzielle Zwingen, die müssen ökonomisch arbeiten.
00:36:24: Die können... Also sie müssen auch in bestimmten Grenzen ihre Mitarbeiter führen und sagen das geht gar nicht und passt es noch?
00:36:35: Aber ja!
00:36:37: Es ist schon verdammt nahe geworden Und ich hoffe Ich bin sehr gespannt wie die Resonanz auf den Film ist Wie Menschen das von draußen wahrnehmen Ob Sie das positiv finden dass man so miterleben darf oder ob man vielleicht auch sagt, ja es ist vielleicht zu nah.
00:36:54: Ich weiß es nicht kanns nicht sagen.
00:36:56: die Familie jetzt angenommen Sie mögen das sie mögen den Film aber es war für alle auch Arbeit.
00:37:02: es war Arbeit wirklich auch offen zu sein und spürbar zu machen was es ist.
00:37:09: Und wie's ist auch mit einer Schwester zum Beispiel zu leben die eine Beeinträchtigung hat.
00:37:14: Was heißt das für ein Alltag in der Familie?
00:37:16: Was heißt es für die Mutter wenn sie eigentlich mit neun erst eine Diagnose bekommt und davor gegen Windmühlen ankämpft, sehr früher leinerziehend war.
00:37:25: Das Studium deswegen schmeißen musste immer Probleme hatte dann natürlich auch finanziell über die Runden zu kommen.
00:37:30: das ist schon auch sehr gerühren.
00:37:32: was aber geschafft worden ist was für ein tolles Mädchen oder was für eine tolle Jungfrau die Louisa geworden ist.
00:37:40: Mir ist sie inzwischen eine Freundin geworden auch, ich schätze sie wirklich menschlich sehr und wir telefonieren immer wieder in Abständen.
00:37:46: Und die Louisa hat die Gabe immer mal wieder in Gesprächen ... Eine Wärme zu verbreiten!
00:37:53: Die merkt sich ganz viel, die weiß ganz viel wenn man ihr einmal etwas gesagt habt das da hat das und das fragt sie nach.
00:38:00: Also der hat so eine herzliche liebenswerte Art und so ne Zugewandtheit.
00:38:05: Die kann in einem Gespräch so einen Leuchten auslösen und so eine Wärme, was ganz liebevoll ist.
00:38:12: Und das zugewandt ist ein Schatz.
00:38:14: Das ist eine ganz große Gabel in unserer Zeit.
00:38:18: Vorhin hast du gesagt, dass du wahrnehmen konntest oder auch viel mitgefühlt hast für den Schmerz?
00:38:23: Kannst du das mal versuchen etwas genauer zu beschreiben oder anders zu beschreiten?
00:38:28: Was nach der Zeit ... Du sehr beobachtet hast in gewisser Weise eine Außenperspektive, aber natürlich auch mit ihr dann mehr vertraut.
00:38:38: Also was macht das aus?
00:38:40: Was ist dieses Aua?
00:38:42: Das Spannende ist ja... Ich bin ja auf die Reise gegangen, aus welcher Welt kommt dieser Mensch?
00:38:48: Kommt die aus einer Elfenwelt?
00:38:51: Ich sag's jetzt mal ein bisschen spielerisch!
00:38:54: Was für Gaben bringt sie mit?
00:38:55: Wie denkt sie und wie fühlt sie sich?
00:38:57: Und ich hab sie dann teilweise sehr irdisch erlebt Und auch sehr schlitzohrig.
00:39:01: Also wenn was nicht so war, konnte sie auch mal drüber hinwegwischen und es gab zwischendurch... Ich habe ja eine Reise gemacht!
00:39:08: Es war diese Faszination, diese Freude über Sie.
00:39:12: Dann gab's manchmal Momente wo ich mir dachte, das ist so ein Schlitzohrer wie sich wieder rausmogelt aus der Geschichte.
00:39:19: Faustig
00:39:20: hat sie es hinter den Ohren, dann war ich mir wieder nicht sicher ob sie es wirklich bewusst macht.
00:39:26: Willst du da nur irgendwas jetzt?
00:39:28: bisschen überdecken, was ihr unangenehm ist.
00:39:31: Also sie hat nichts berechnen das ganz klar.
00:39:34: und dann kam ein Momente wo man sie auch auf den Knochen gesehen hat wie sie hat verzweifelt an Dingen die ihr nicht gelingen und dass es total berührend und auch traurig und da sieht man sich so in so einem Ringeln sie sehr verbal wahnsinnig stark und kann ihre Gefühle extrem gut formulieren aber das fällt ihr dann selbst in den Momenten dann so schwer daran zu glauben, dass Wachstum und Veränderung möglich ist.
00:40:05: Die Grenze fühlt sich dann so fest an und so zementiert das sie gar nicht des Vertrauen in sich selber hat, dass sie vielleicht lernen kann wie motiviere ich mich auch wenn ich erschöpft bin und müde?
00:40:17: Wie kann ich bestimmte Dinge lernen?
00:40:19: also diese letzten Gespräche Als es wirklich wackelig war auch im Hotel, das ist ja jetzt schon vorbei.
00:40:25: Es läuft wieder, es ist alles gut.
00:40:28: Das hat mir wahnsinnig Leid getan weil sie halt einfach von allen diese Fakten um die Ohren geworfen kriegt.
00:40:38: du musst deinen Arsch hoch kriegen, sagt die Macher Du musst jetzt aktiv was tun bevor dir dich rauswerfen.
00:40:46: dann kriegst du ein schlechtes Zeugnis Dann ist alles total schlimm.
00:40:50: Und die Mutter sagt, dann willst du lieber in eine Werkstatt gehen.
00:40:55: Ist dir das lieber?
00:40:57: Ist es da weniger Druck, Stress?
00:40:59: ist es das was du will?
00:41:00: und sie ringt mit sich!
00:41:04: Sie weiß nicht was sie will, sie weiß nicht, was sie geben kann, was ihr schafft... Da spürt man auch wie schwer's für sie is'.
00:41:12: Man kriegt ein Gefühl dafür dass es einfach manchmal wie ein Berg ist vor ihr.
00:41:20: Wie hast du eigentlich das Zusammenleben in der Familie erlebt, jetzt im Bezug auf die Geschwister Mara und Laila und Luisa?
00:41:31: Dann ist ja manchmal so dass in Familien wo es ein behindertes Kind kippt.
00:41:36: Die Geschwisten ganz schön zurückstecken müssen oder sich zurücknehmen Und da gibts ja in der Literatur sogar diesen Begriff der Schattenkinder.
00:41:44: Ja wie schätzt du das ein?
00:41:47: Also ich finde das ist ja Mutter Daniela eben wirklich sehr gut gelingt, allen gerecht zu werden.
00:41:54: Wobei natürlich die Luisa eine sehr dominante Rolle in der Familie als sie jetzt noch Zuhause gewohnt hat gespielt hat weil einfach viel Begleitung nötig war.
00:42:06: Die Schwestern sind mit einer Schwester aufgewachsen, die eine Behinderung hat und haben ganz automatisch Rollen übernommen auch wenn die Mama in der Arbeit war die auch stützend helfend sind, wo sie sich auch je älter sie wurden begleitet haben.
00:42:25: Auch im Prinzip sehr ähnlich wie die Mutter gestützt haben, begleitet und unterstützt haben was ganz rührend ist als die Liebessehensucht jetzt bei der Louisa so groß wurde immer wieder jemanden getroffen hat, sich dann verabredet hat.
00:42:40: Da hat sie sehr viel mit den Schwestern sich auch ausgetauscht und die haben ihr halt immer so ein bisschen geholfen das besser einzuordnen.
00:42:47: Was ist es jetzt für einer Wilde wirklich?
00:42:49: Wenn der jetzt die sechste Date-Up sagt, vergiss es Luisa lasst ihn einfach ziehen wenn sie wieder sauer war weil sie einer blöd behandelt hat, da hat sie sich bei denen ausgeholen Und die haben das aber auch immer auf eine witzige Art aufgenommen.
00:43:04: also die Beziehung sehr toll, aber auch für alle Beteiligten schon kraftsehrend.
00:43:11: Und der Auszug war schon eine Befreiung jetzt für die Mutter und die Schwestern.
00:43:15: Aber auch für Louisa, die eben nicht mehr so kontrolliert wird, sondern ihr eigenes Leben jetzt leben kann.
00:43:22: Da passieren natürlich auch Dinge, die ohne Begleitung auf Dauer nicht zu vorteilhaft sind wenn Halszimmer langsam vermüllt usw.
00:43:31: Die Beziehungen sind gut?
00:43:33: Jetzt sehr gut!
00:43:35: Die treffen sich auch regelmäßig.
00:43:38: Und die Louisa hat eine Gabe, auch in der Familie Dinge zu sagen und zu machen, die halt... Auch da alle immer wieder ein Vergnügen bereitet!
00:43:48: Es wird gelacht, es wird geschärzt sie kann Witze machen wo die anderen halt alle mitgehen und die kann die Stimmung auch drehen.
00:43:55: Sie kann aus dem Stand heraus eine Stimmung drehen in was Positives.
00:44:00: Die ist wahnsinnig fürsorglich, wenn sie jemandem schlecht geht.
00:44:02: Sie bemüht sich die hilft dann die ist total da dir begleitet.
00:44:07: also ganz lieb.
00:44:08: Aber es ist natürlich nicht einfach auch zu sehen wie sie manchmal Fehler macht und mit ihr streng zu sprechen Und aber eigentlich immer zu sein.
00:44:19: und die Luisa hat die Riesenprobleme als ihre nix ältere Schwester wo ihren große Abstand ist plötzlich viel weiter als sie war Sie eben nicht die Position der Ältesten einnehmen konnte, weil die anderen beiden irgendwann über sie hinausgewachsen sind in gewisser Weise.
00:44:38: Zumindest was Kognitive, also was die Bandbreite an Fähigkeiten anbelangt.
00:44:43: Aber sie haben das auch nicht spüren lassen und es ist auf Augenhöhe... Das ist sehr ... aber die Mutter ist natürlich dadurch extrem belastet gewesen allen dreiengerecht zu werden.
00:44:54: Es war schon eine extreme Herausforderung und große Erschöpfungsphasen.
00:44:59: Die hat jetzt noch mal Arbeit gewechselt und seit hier ist es deutlich, deutlich besser geworden.
00:45:05: Es ist im Film auch eine ganze Passage über die Schwestern drinnen wo sie aber auch sagen Sie können sich durch diese Kindheit und durch Louisa als Schwester in andere Reihen versetzen.
00:45:17: Sie können verstehen warum jemand dies oder jenes so macht und das ist auch ein Geschenk ne?
00:45:21: Die haben eine ganz hohe Sozialkompetenz, die beiden sind auch ganz tolle Menschen.
00:45:28: Die eine ist sehr klar in der Sprache, manchmal extrem hart und unmissverständlich.
00:45:35: Aber sehr ehrlich!
00:45:36: Und die andere ist eben immer so... Die Leila ist eher so ein bisschen... ...die ist weicher und ja geht da auch manchmal mit.
00:45:46: Und die mögen ihre Schwester auch sehr, sehr gern.
00:45:48: Und Luisa liebt ihre Familie heiß.
00:45:50: und enny
00:45:52: Ich würde jetzt tatsächlich zu der Mutter noch mal etwas sagen Und auch nochmal Fragen.
00:45:58: Also von allem, was du jetzt erzählst einfach Hut ab vor der Leistung der Mutter vor ihrem Engagement, dass sie da den Mut und die Energie aufbringt so ehrlich zu sein.
00:46:11: Weil manchmal ist es ja doch ganz leichter sein, die Dinge irgendwie darüber hinwegzugehen aber sich so darauf einzulassen und das nicht nur zu erzählen sondern auch so zu leben wirklich beeindruckend.
00:46:25: Meine Frage dazu Wie hast du die Mutter erlebt?
00:46:28: Und wie war auch euer Verhältnis, wenn die Kamera jetzt mal aus war.
00:46:33: Super!
00:46:34: Total... Also natürlich haben wir uns immer wieder ausgetauscht und ich auch nachgefragt, wo steht er jetzt?
00:46:41: Natürlich immer erst einmal mit Luise auch gesprochen.
00:46:44: Hab ja auch immer gesagt, ich telefoniere nur noch mal mit der Mama.
00:46:46: also das war immer sehr offen auch und klar.
00:46:49: Ich hab die Daniela in allergrößten Erschöpfung auch erlebt und ich habe sie erlebt wie freisig geworden ist mit dem Jobwechsel und mit dem Erwachsenerwerden von Luisa.
00:47:00: Also ich habe all diese Dinge erlebt, eine sehr ehrliche Beziehung wo man einfach sehr offen ausgesprochen hat was gerade ist.
00:47:15: und sie hat mir immer gesagt für mich ist es aussprechen können einem anderen Menschen ja nicht im Familiensystem ist was heilsam ist.
00:47:23: Mir tut das gut!
00:47:24: Ich fühle mich damit.
00:47:26: Also ich kann es formulieren, was gerade ist und es hilft mir Dinge zu verarbeiten besser damit umzugehen.
00:47:34: Und auch mal eine Träne zu verdrücken wenn etwas ganz schlimm war und einfach sehr anstrengend war.
00:47:42: Man darf ja nicht vergessen, wenn man ein Kind mit einer Beeinträchtigung hat, kann es passieren dass man viel Ungerechtigkeiten erfährt dass man, sie hat Pädagogik studiert und war dann alleinerziehend.
00:47:55: Und das Kind hat eigentlich nächtelang geschrieben.
00:47:58: Dann wurde sie exmatrikuliert von der Frauenbeauftragten der Universität, obwohl sie so eine Sondersituation hatte.
00:48:05: Also die hat viele auch echt harte Momente erlebt und immer wieder aufgestanden, immer wieder neu angefangen.
00:48:13: und eine große Gabe finde ich... Und ich glaube, das kann ich auch als Mutter von drei Töchtern sagen.
00:48:20: Als große Gabe, dass jedes einzelne Kind in seiner Wesenshaftigkeit zu begleiten und es sind drei ganz unterschiedliche Menschen aber alles sehr tolle Mädchen die sich gut spüren und gut darüber sprechen können was sie brauchen und was ihnen gut tut und was für sie schwierig ist wie sie miteinander sind.
00:48:45: Eine der schönsten Szenen ist die Schlussszene, wenn die Familie noch mal einen Ausflug macht.
00:48:52: Wo man nach all der Schwere, die zum Zeitpunkt da im Februar war, so viel Ängste, dass der Jobverlust im Raum steht und Louisa jetzt nochmal kämpfen muss... Da ist wieder soviel Lachen möglich und sovie Humor!
00:49:07: Und da ist eine Vergnügtheit auf dieser Picknickdecke wo man einfach auch so eine Gewissheit kriegt, dass diese Menschen so viel Zusammenhalt haben.
00:49:15: Dass ja auch die Höhen und Tiefen, die da kommen immer ganz gut miteinander meistern werden.
00:49:21: Wie hast du es schon gesagt?
00:49:24: Nach dem Dreh- und nach der Präsentation des Films selbst immer noch in Kontakt geblieben... Und einiges ist passiert!
00:49:31: Also das was ja auch im Raum stand, ist, wie sein Freund hat.
00:49:37: Möchtest du dazu etwas sagen oder wäre das?
00:49:41: Sondern die Vorschau dann für die Fortsetzung.
00:49:44: Was ja grundsätzlich kein Problem ist, ich weiß nicht so ganz ob es ihr so recht ist.
00:49:49: Interessanterweise wir haben ja wirklich auch den Freund also wir durften da auch drehen.
00:49:53: Die haben zusammen gekocht und das waren sehr süße Szenen.
00:49:57: auch schon ein paar Wochen nach dem letzten Dreh bevor kurz bevor wir in den Schnitt gegangen sind ist sie Beziehung auseinandergegangen weil Luisas Freund sehr viel Computerspiele spielt und sie hatten eigentlich so ein Deal, dass er wenn sie da ist eben nicht spielt.
00:50:14: Und dann hat das doch gemacht und dann hat sie ihn daran erinnert und dann war er sehr rüde dir.
00:50:20: und dann hatte sie gesagt ne also auf Dauer Wenn jemand da nicht da so beherrscht wird von von so einer Sucht Dann ist es für Sie keine Perspektive.
00:50:30: und das Verrückte ist, was ihr unter mir erzählt habt seither ist sie tot total stabil, extrem gewachsen.
00:50:41: Ganz ausgeglichen!
00:50:43: Sehr... Also die hat im Prinzip so einen eigenständigen Schritt gemacht der ja doch krass war weil sie sich ja wirklich zu oder nach gesehnten Freunden haben.
00:50:54: und das hat sie aber in einer Klarheit gemacht ohne Blick zurück und ohne Angst dass es eine Fehlentscheidung war.
00:51:01: also Sie hatten wahnsinnigen Reifungsprozess durchlaufen in den letzten halben Treiblich Jahr.
00:51:08: Und ihre Mama hat gesagt, das ist verrückt!
00:51:10: Die ist auf einem anderen Level angekommen in vielerlei Hinsicht.
00:51:15: Warum auch immer?
00:51:16: Aber sie hat mir ja von Anfang an gesagt... Weil Luisa war halt alles immer später.
00:51:21: Also laufen, sprechen und alles.
00:51:24: Alles war immer ein Hauch später als es sozusagen normal ist.
00:51:29: Und jetzt wird sie sechsundzwanzig.
00:51:31: dann Und die ist einfach jetzt erwachsen geworden, auch mit dem Auszug.
00:51:36: Die eigene ist eigener Apartment.
00:51:39: Was braucht du, Isa aus deiner Sicht um zukünftig stabil zu bleiben?
00:51:45: Aber sicher weiterzuentwickeln und weiterzulernen und ja auch mit ihren Themen umzugehen und bei sich selbst anzukommen?
00:51:56: Ja sie hat ja tatsächlich in ihrer Inklusions-WG eine Betreuung.
00:52:01: Am Anfang war der Übergang aus der Familie, wo ja viel ... räumt dein Zimmer auf.
00:52:07: Macht es!
00:52:07: Räumt das weg.
00:52:08: Räumen dies macht jenes wahr?
00:52:10: Und am Anfang ist ja auch so Luise.
00:52:13: ein bisschen hat die Betreuerin dann gefragt bei worauf hast du Lust was machen wir?
00:52:17: Natürlich sagt ihr einkaufen gehen, Memory spielen, bisschen ratschen.
00:52:22: also sie ist sozusagen Dinge hat sie vermieden die halt irgendwie vielleicht nötig gewesen werden.
00:52:28: und ich glaube was sie braucht is Struck Strukturen und zum Beispiel sie kann visuell den Raum, also wenn der Raum nicht aufgeräumt ist.
00:52:40: Sie erkennt nicht wie sie Strukturn halten kann.
00:52:45: Und sie hat jetzt eine neue Betreuerin und das ist auch klar in der Einrichtung dass sie da Hilfe braucht.
00:52:50: Und einfach dann mal zusammen mit der Betreurerin ihr Zimmer aufräumen, den Kühlschrank checken.
00:52:57: Was ist da drinnen?
00:52:58: Was muss weggekocht werden, was muss ich vielleicht weggeschmeißen.
00:53:00: Das sind Dinge die im Alltagsleben helfen weil als die Familie plötzlich nicht mehr dabei begleitend ist das natürlich ein Stück weit zurück gegangen hat sie verloren auch wieder Dinge.
00:53:11: also es waren auch Sachen wie Wäsche waschen zu wissen was ist der gewaschene Stapel was muss in die Wäschel und etc.
00:53:21: Und da braucht sie Unterstützung und die hat sich aber inzwischen auch in ihrer WG.
00:53:26: Das ist für das Alltagsleben so eine Begleitung, was wichtig ist.
00:53:32: Dann hat sie auch ein gutes Netzwerk an Freunden und auch Cousinenverwandte mit denen sich trifft.
00:53:40: Also das Sozialleben ist ganz wichtig jenseits ihrer Kernfamilie Und da hat sie lange Jahre immer Probleme gehabt es zu halten also Kontakt zu pflegen Immer mal wieder sich zu melden und einfach einen Umfeld zu haben für ihr Leben, wo sie Dinge unternehmen kann und so weiter.
00:53:57: Aber ich glaube das ist auch stabiler geworden.
00:54:00: Sie hat auch einen sehr guten Freund und was Luisa sehr geholfen hat auch.
00:54:04: Sie hatte ja wieder seit einiger Zeit jetzt Kontakt zu ihrem leiblichen Vater.
00:54:09: Das haben wir leider auch nicht in den Film reingebracht weil der Schlenker zeitlich nicht mehr ging.
00:54:14: aber ich hoffe dass wir es noch mal schaffen.
00:54:16: Und diese Beziehung zum Papa das tut ihr wahnsinnig gut!
00:54:20: Es ist ganz schön zu sehen.
00:54:23: Es gibt auch eine Szene, die wir wie gesagt in der Mittellangfassung noch nicht drin haben wo sie zusammen Musik machen.
00:54:29: Der ist auch Musiker also Lehrer und Musiker Und das ist so ein Heilungsmomentum es ja so relativ früh aus dem Leben gegangen.
00:54:38: da war Luisa klein noch Da haben sich eine Weile noch gesehen und dann gar nicht mehr.
00:54:43: dieser Mann in ihrem Leben Also der Papa Das ist ganz schön zu sehen.
00:54:49: wie sie das auffüllt Merkt man auch, wenn die zwei zusammen sind und sie ist ganz happy darüber dass das jetzt in ihrem Leben so gut ist.
00:55:03: Und es stützt sich auch ein Stück weit dem Papa zu haben als Bezugsperson mit dem sie sich versteht.
00:55:10: Und gibt's etwas was für dich noch offen geblieben ist?
00:55:16: Also du hast ja im Eingangs gesagt Ich hatte gepackt, dass da jemand aus einer anderen Welt kommt.
00:55:22: Da sind ja die Fragen, warum ist er so wie er ist?
00:55:26: Also ich erlebte es schon so... ...dass sie Fähigkeiten hat, die ganz viele Menschen nicht haben und darin sehr besonders ist!
00:55:35: Ich suche nicht mehr die Fähenwelt oder kleine Elfe.
00:55:39: Das ist ganz schnell weggegangen weil das auch ein manifestes Bild ist was gar nicht zu ihr passt.
00:55:46: Das er an süßem Film sagt sagt ja die Mara, sie ist eher so der freundliche Troll als die kleine Elf.
00:55:55: Was sehr süß ist... Ja nein!
00:55:59: Was offen für mich ist vielleicht diese Frage nochmal wie viel Beziehung es möglich?
00:56:05: Ist vielleicht ein Leben mal mit einem Mann möglich?
00:56:09: Wie müsste das sein?
00:56:10: Sie hat ja jahrelang die Vision unbedingt einen nicht beeinträchtigten Partner zu haben was natürlich fast unmöglich ist.
00:56:20: Und daran ist sie auch immer wieder gescheitert mit ihren Rondebus, aber ich kann mir schon vorstellen dass die Louisa nochmal jemanden findet, mit dem sie auch ihr Glück findet.
00:56:29: Wohlwissend das es nicht in Papa-Mama Kind münden sollte und soll wobei also das haben die sehr offen auch besprochen, die Danila und sie... Aber ich glaube schon Partnerschaftsglück finden kann und das finde ich einfach toll zu sehen.
00:56:48: Und ich kann mir auch vorstellen, dass sie sich irgendwann vielleicht nochmal einen neuen Job sucht.
00:56:53: die Frage ist dann wo gibt es Inklusionsjobs?
00:56:56: Und Möglichkeiten?
00:56:57: Sie mag ja Kinder sehr gern.
00:56:59: Sie hat auch schon mal nachgedacht in einem Kindergarten zu arbeiten.
00:57:03: aber ob sie eine Kinderpflege Ausbildung möglich ist Fragezeichen.
00:57:08: Jetzt ging's erst einmal um Stabilisierung in dem Job mit ihrem eigenen Geld und der Miete, und der Unterstützung, die sie bekommen.
00:57:16: Aber ich habe eine ganz tolle Reise mitmachen dürfen und Menschen nahe begleiten dürfen, der einfach ganz toll und besonders ist.
00:57:25: Und ich bin sehr dankbar dass sich diese Geschichte erzählen durfte weil es wirklich auch erzählenswert.
00:57:31: Es ist schön zu sehen das man auch mit dieser besonderen Beeinträchtigung oft äußerlich gar nicht so beeinträchthigt wirken die Williams-Bäuerinmenschen Aber darunter schon einige Dinge nicht können, was man ihnen zutraut und wo sie dann struggling weil sie überfordert sind.
00:57:50: Und dem Boden verlieren und das ist trotzdem immer wieder schafft auch zu stehen und ihren Weg zu finden in diesem geborgenen Umfeld ihres familiären Settings.
00:58:02: Ich wüsste schon wie es weitergeht.
00:58:05: Wir haben lange über den WBS telefoniert.
00:58:08: aus deiner Perspektive als Filmemacherin Wart für dich hilfreich, mehr über das WBS zu erfahren um Luisa und ja die Konflikte.
00:58:22: Die da sind.
00:58:23: sie hat das Verstehen.
00:58:25: und daran anschließend noch eine andere Frage.
00:58:28: also ich hatte damals überrascht dass Luisas Mutter nicht im WBS verband ist So wie ich es verstanden habe, als wir darüber telefoniert haben.
00:58:38: Ja keinen Kontakt zu anderen Familien mit einem Kind mit WBS sucht.
00:58:43: und ich will gar nicht werten sondern frage jetzt aus Neugier.
00:58:47: Und natürlich werde ich jetzt eigentlich eine Frage die wäre besser an dann jeder selbst zu stellen.
00:58:50: aber mich interessiert jetzt einfach deine Einschätzung.
00:58:54: was ist deiner Vermutung warum die Mutter und auch die Familie diesen Kontakten nicht gesucht haben bisher?
00:59:01: Ja, ich war natürlich super dankbar dass du mir nochmal aus der wirklich wissenschaftlichen Sicht auch und aus der Erfahrung heraus geholfen hast einzuordnen.
00:59:12: Weil ich zwischendurch schon lost war.
00:59:14: also meine persönlichen Empfindungen waren immer so wie ein Achterbahnfahrt.
00:59:18: Sie liebt die Achterbahnenfahrten.
00:59:20: Wir erleben sie auch bei Achterbahnfahrts.
00:59:22: Das waren so up and downs und manchmal so schwer das sinnvoll einzuordenen.
00:59:26: was ist es jetzt genau?
00:59:28: Mangelnde Motivation kann sie nicht, will sie nicht.
00:59:31: Ist sie faul?
00:59:31: Macht sie sich's bequem?
00:59:33: Ist da einfach eine Grenze?
00:59:34: Kann sie das nicht
00:59:35: halten?".
00:59:36: Also für mich war es extrem wichtig zu begreifen und besser einordnen zu können.
00:59:42: Warum sind Sie nicht organisiert?
00:59:43: Weil die Daniela ist ein sehr selbstbestimmter Mensch, der von Anfang an angepackt hat.
00:59:49: Die beschreibt im Film auch wie die Geburt war und beschreibt dass sie irgendwann gemerkt hat, dass dieses Kind nicht mitmacht Und sie musste es dann alleine machen.
00:59:59: Ja, das hat sich nicht aktiv bewegt in Richtung... Also es hat nicht gehabt sozusagen und sie hat verstanden okay ich muss es machen jetzt für mein Kind!
01:00:11: Und so war's dann auch.
01:00:12: Das war eine Hausgeburt auch.
01:00:14: Und genau so was mit dem Laufen lernen.
01:00:18: Sie hatte einfach irgendwann das Kind aus dem Baggie raus und an der Hand gezogen solange bis die gelaufen ist Und sie hat dadurch, dass so lange nicht klar war was Louisa hat.
01:00:28: Das ist nur eine Entwicklungsverzögerung.
01:00:31: Was ist es?
01:00:32: Hat sie einfach angepackt und dem Kind möglichst viel Entwicklung angedeihen lassen... ...und sie dadurch auch auf ein Level gebracht das einfach erstaunlich ist.
01:00:45: Dieses Selbstständigkeitslevel wobei auch da sagt die Mama manchmal die Daniela weil sie sprachlich so fit ist und unglaublich toll formuliert, überschätzt man sie auch da manchmal.
01:00:59: Und denkt, das hat ja alles drauf!
01:01:03: Ich finde es eine ganz anspruchsvoll zu beschreibende Art von Beeinträchtigung.
01:01:12: Weil das äußere Bild erscheint als wäre gar nicht viel.
01:01:20: Wenn man aber dabei ist welche Grenzen da sind und wie die weh tun auch dem Menschen, der sie hat.
01:01:27: Wie schwer das ist!
01:01:29: Dann ist es schon eine Beeinträchtigung, die nicht ohne es und ganz schön viel Courage erfordert wenn man selber hat.
01:01:36: Und Luisa auch oft... Also es gibt Momente im Film wo sie auch sagt Wenn ich's nur nicht hätte warum hab' ich's?
01:01:45: Warum?!
01:01:47: Der Satz den du mir gegeben hast den habe ich übrigens an die Mutter weitergereichten.
01:01:51: Es war auch wie ne Erlösung für die Mutter dass oft Menschen mit Down-Syndrom in Sachen weiter sind, auch wenn sie weniger weit wirken und umgekehrt die WBS Kinder und Jugendlichen viel fitter wirken.
01:02:07: Und haben aber mehr Probleme.
01:02:09: Und das mal irgendwie einzunorden ist total anspruchsvoll.
01:02:14: Und gleichzeitig bin ich sehr gespannt, wenn du den Film siehst wie du es wahrnimmst, wie du's einschätzt.
01:02:19: dann also da wünsche ich mir, Kann man
01:02:24: von der Fortsetzung machen, ja?
01:02:26: Vielleicht sogar mit Luisa oder mit der Mutter.
01:02:32: Oder wir telefonieren nur – also ich will dich nicht zu dem zweiten Podcast überreden!
01:02:39: Wie stark hat sie es und wie lebt sie damit?
01:02:41: und hat sie Daniela's geschafft diese Grenzen zu erweitern in ihrer Kindheit und schafft sie das heute selber in dem Wunsch bestimmte Dinge zu halten und zu können, um zu schaffen.
01:02:55: Und das ist total interessant!
01:02:58: Ich finde trotzdem, wenn ich es mir anschaue... Es ist einfach ein ganz toller, besonderer Mensch mit großen Gaben.
01:03:10: Sie bringt halt Dinge ein die wir eigentlich brauchen in unserer Welt.
01:03:15: Herzenswärme, Verbundenheit, Liebe, Liebesfähigkeit Das sind so kleine Perlen, die muss man achten und schätzen.
01:03:26: Und darf sie nicht immer ermahnen, dass Sie sich an unsere Welt anpassen?
01:03:30: Genauso funktional sind!
01:03:31: Das können Sie nicht!
01:03:33: Sind Sie
01:03:33: nicht?!
01:03:34: Und das finde ich ist... Ja, an diesem WBS was eine sehr komplizierte Art der Beeinträchtigung ist.
01:03:43: also da muss man sich schon intensiv damit beschäftigen.
01:03:45: insofern war es für mich ein Geschenk mit dir drüber zu sprechen.
01:03:48: Ich habe mir sehr weiter geholfen.
01:03:52: Zum Abschluss unseres Gesprächs stelle ich immer gerne die Wunschfrage, nämlich stelle vor du hast einen Koffer mit ein paar Millionen Euro und du darfst Geld ausgeben.
01:04:01: Und ich sage mal so im weitesten Sinne im Kontext WBS.
01:04:05: Wo würdest Du das reingeben?
01:04:07: Also und wem würdest du es geben?
01:04:10: Ich weiß ja dass du selbst auch den Wunsche hast aus deinem bisherigen Film Material denn die Doku ist ja weniger als eine Stunde lang Irgendwann ganzen Kinofilmen machen würde es, vielleicht auch eine Fortsetzung.
01:04:24: Kannst du dafür nutzen?
01:04:25: Aber vielleicht gibt's ja noch eine andere Idee, wo das Geld gut aufgehoben wäre...
01:04:30: Also ich werde versuchen, noch ein Kinofilm draus zu machen.
01:04:33: Ob das gelingt weiß ich nicht?
01:04:35: Ich habe mir jetzt vorgenommen dass sich den Film in der Form mit Untertitel nochmal den französischen WBS-Landschicke weil die haben ja auch immer ein bisschen Möglichkeiten, die fördern ja auch Projekte.
01:04:45: vielleicht schaffe ich das.
01:04:46: Ich weiß es nicht!
01:04:47: Ich hab nur über dich dann auch erfahren dass es den amerikanischen Film gibt, der ja irgendwie... Den hast du dir den Tippastrum hier gegeben, gell?
01:04:55: Mit dem amerikanischem WBSfilm Den hab ich mir auch in Teilen angeschaut.
01:05:00: Ich weiß nicht, es ist ja so ein spezielles Thema das nicht so viele Menschen betrifft aber die Chance ist trotzdem über dieses Thema eben das was du gerade gesagt hast sichtbar zu machen.
01:05:12: also was für tolle Dinge bringen Menschen mit einer Beeinträchtigung in unsere Welt?
01:05:17: Was wir schätzen sind dass auch diese sie mitbringen.
01:05:21: Das kriegt man ja auch immer wieder mit.
01:05:23: Ich folge auf Instagram der Mutter, die hat einen Sohn, der hat Down-Syndrom ist der Jüngste und wie die glücklich auch über dieses Kind und was für eine Liebe im Raum ist.
01:05:34: Und wenn ich den Koffer jetzt aufteilen müsste dann würde ich ... Der Familienarzt ...
01:05:41: Unbegrenzt kannst du dir gefühlt?
01:05:45: Diese tollen Familie würde ich erst mal... Mehr Freiheit geben, weil die immer auch knapsen und immer gucken müssen wo sie bleiben.
01:05:54: Und denen würde ich irgendwie eine Freude machen mit irgendwas was sie sich gerade wünschen.
01:05:58: Wobei die ja auch ... Die sind einfach so toll!
01:06:03: Die fahren zum Beispiel dann... In Franken an einen Ort, wo die Franzosen auch mal bei Schlachten waren.
01:06:09: Und da gibt es so ein kleinen Landstrich, der ist französisch und dann gehen sie da auf dieses Feld und laufen über die Grenze und sind in Frankreich.
01:06:17: Also Sie können aus nichts was machen!
01:06:19: Die sind einfach auch so fantasiebegeabte Menschen, die einfach herrlich sind.
01:06:24: Den würde ich irgendwas zukommen lassen... Der Luisa ist einfach ein wunderbarer Mensch.
01:06:31: Die ist einfach toll.
01:06:33: Was würde ich noch verteilen?
01:06:35: Ich würde grundsätzlich vielleicht nochmal Projekte unterstützen, die das sichtbar machen.
01:06:42: Was für schätze Menschen mit Beeinträchtigung sind und wie wichtig es ist dass wir Inklusion ernst nehmen und nicht nur so ein feigen Blatt wo wir so tun als würden wir integrieren aber es nicht wirklich tun sondern konkret auch Projekten unterstützen vielleicht die wirklich inklusiv sind und wo's eine Wechselseitigkeit gibt.
01:07:03: Nicht dass der Mensch, der die Beeinträchtigung hat immer in der Rolle ist.
01:07:06: Dass man dem jetzt unter die Arme greifen muss, sondern dass wir voneinander lernen.
01:07:11: für Louisa und das Projekt wünsche ich mir noch mal eine Fortsetzung oder eben eine längere Ausspielung, die dann von den Zeiten her nicht so eingeschränkt ist.
01:07:21: ob es dann ins Kino kommt weiß ich nicht.
01:07:24: Kinodokumentar ist auch schwierig Publikum zu finden Und ja, ich bin dankbar dass ich auch beim WDR diese Nische gefunden habe und eine Redaktion die mir so viel Freiheit gegeben hat.
01:07:35: Weil das gibt's kaum mehr.
01:07:36: also es sind ganz kleine, ganz kleine Miniaturen wo man das machen kann.
01:07:41: noch weil einfach vieles sehr durchformatiert ist.
01:07:45: Und grundsätzlich glaube ich wenn man Menschen nahe kommen darf in einem Film ist es natürlich auch immer faszinierend für die Menschen die es dann anschauen.
01:07:55: Aber es bleibt auch manchmal bei Ambivalenzen.
01:07:56: Manche Menschen sind Dinge zu nahe.
01:07:59: Ich bin gespannt, wie die Resonanz auf Luisa ist und ob da Menschen sagen, das ist aber verdammt nah.
01:08:06: Musst du das teilen?
01:08:07: Muss du das wirklich sein?
01:08:09: Wir werden sehen!
01:08:12: Also ich bin dankbar dass ich den machen durfte und ich habe sehr viel gelernt von Luisa.
01:08:18: Ja, dann danke ich dir ganz herzlich, dass du die Zeit genommen hast.
01:08:21: Ich durch den Daumen, dass es im besten Fall weitergeht mit einer Langzeit-Doku und wünsche dir noch einen schönen Sonntag!
01:08:28: Und genau hoffe, dass wir in Kontakt bleiben.
01:08:31: Ja, wir haben was sicher.
01:08:32: Vielen lieben Dank und ich freue mich, dass Sie reden konnten.
01:08:35: und wenn's toll ist, wenn die Familie vielleicht auch nochmal oder Louisa mit dir ins Sprechen kommt – vielleicht nach dem Film?
01:08:41: Wer
01:08:41: weiß?!
01:08:42: Wunderbar!
01:08:43: Schöne Abend ihr!
01:08:45: Tschüss!
01:08:46: Mach's gut!
01:08:56: Das
01:08:56: war mehr als freundlich der Podcast zum Williams-Beuern-Syndrom mit Professor Ingolf
01:09:03: Prosetski.
01:09:09: Wenn dir der Podcast gefällt oder du Fragen und Themen vor Schläge hast, schreib eine Nachricht per Mail an podcastetw-b-s.de, poste auf Instagram oder schau dir weitere Infos zur Folge auf der Internetseite an.
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